9 Dinge die ich gerne vor meinem ersten Housesit gewusst hätte

Housesitting gehört seit fast zwei Jahren zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Ich liebe die Möglichkeit, so viel kostengünstig zu reisen und von überall aus der Welt arbeiten zu können, während ich einem süßen Hund Gesellschaft leiste. Aber so sehr ich dieses Leben auch genieße, es gibt einige Dinge dich ich gerne gewusst hätte, bevor ich meinen ersten Housesit gemacht habe. Damit du diese Erfahrungen nicht selbst machen musst, kommen hier 9 Dinge, die du wissen solltest, bevor du deinen ersten Housesit machst!

Housesitting ist kein Urlaub

Eine kostenlose Unterkunft und dafür musst du nur ein paar Mal mit einem Hund spazieren gehen? Hört sich erst mal wie ein Traum an, oder? Das ist es auch! Aber ich erwähne immer wieder, dass Housesitting für mich kein Urlaub ist. Wenn du einfach eine Woche entspannen möchtest, ist ein Housesit wahrscheinlich nichts für dich. Denn mit einem Sit kommen ein paar Pflichten und auch einiges an Verantwortung.

Für mich gibt es einen großen Unterschied zwischen Reisen und Urlaub machen. Wenn ich reise, möchte ich einen Alltag irgendwo erleben. Wenn ich Urlaub mache, möchte ich zwei Wochen nichts tun außer Lesen und Essen. Deswegen gibt es für mich eine goldene Regel: Du arbeitest ortsunabhängig oder möchtest aktiv reisen? Viel Spaß beim Housesitting! Aber wenn du Urlaub machen möchtest, überlege dir gut, ob du auf einem Housesit wirklich entspannen kannst.

Psst… in meinem ultimativen Housesitting Guide verrate ich dir, ob du der richtige Mensch fürs Housesitting bist!

Es ist wichtig, dass du deine Housesittinghosts magst

Als ich mit dem Housesitting angefangen habe, dachte ich, dass es vollkommen egal ist, ob mir die Owner eines Housesits sympathisch sind oder nicht. Aber ich habe ganz schnell gemerkt, dass es für einen erfolgreichen Housesit essenziell ist, dass du und deine Gastgeber:innen auf einer Wellenlänge sind! Klar, eigentlich sieht man sich maximal für ein paar Stunden vor dem Housesit, aber du darfst nicht vergessen, dass du es schaffen musst, über die ganze Zeitspanne deines Housesits erfolgreich zu kommunizieren und deinen Housesittinghosts ein gutes Gefühl zu geben. Das geht am besten, wenn man sich gegenseitig auch leiden kann!

Es wird Probleme geben

Vielleicht eine etwas ernüchternde Aussage, aber wenn du ein paar Housesits gemacht hast, wirst du irgendwann auch an einen Punkt kommen, an dem kleinere und größere Probleme auf dich zukommen. Denn ein problemfreies Leben gibt es nun mal nicht, auch beim Housesitting. Ganz egal ob ein Tier krank wird, etwas im Haus kaputt geht oder du einen Fehler machst.

Deswegen ist es mir auch immer so wichtig zu sagen, dass Housesitting kein kostenloser all inclusive Urlaub ist! Ich bin schon mit einer hyperventilierenden Katze unter dem Arm durch Berlin gerannt (es geht ihr inzwischen wieder gut), habe Mäusekadavar von Teppichen entfernt und meine Hand verarztet, weil ich in eine Beißerei zwischen zwei Hunde geraten bin. Ich möchte hier niemanden Angst machen, aber sei darauf vorbereitet, dass Dinge auch mal ein bisschen schief gehen. Was zählt, ist wie wir dann damit umgehen!

Eingeschränkte Freiheit

Wenn du dich in die Welt des Housesittings begeben möchtest, ist dies einer der wichtigsten Punkte, die du wissen musst: Du bist um Längen nicht so frei, wie wenn du auf eigene Faust reist. Jedes Tier hat seine eigene Routine, kann nur für einen bestimmten Zeitraum allein sein und auch das Haus braucht oft ein bisschen Liebe! Du kannst nicht zu jedem Zeitpunkt los und die nächsten Sehenswürdigkeiten entdecken oder für zehn Stunden am Stück weg sein.

Allein Allein

Wenn du wie ich gerne solo unterwegs bist, kann ein Housesit durchaus mal etwas einsam sein! Anders als in einem Hostel oder Hotel ist es etwas schwerer, neue Bekanntschaften zu schließen, wenn du die ganze Zeit nur allein in deinem Housesit sitzt. Du musst dich ein bisschen aktiver bemühen, neue Leute kennenzulernen. Ich hatte aber auch schon Housesits, bei denen mich die Freund:innen der Housesittinghosts adoptiert haben! Damit kannst du aber natürlich nicht rechnen und ich hatte durchaus schon Sits, auf denen ich mich für einen kleinen Moment recht einsam gefühlt habe.

Du musst dich verkaufen können

Es gibt eigentlich nur einen Weg, wie du an wirklich gute Housesits kommen kannst: atemberaubende Bewerbungen schreiben. Wenn du über eine Plattform nach Housesittingmöglichkeiten suchst, gib dir wirklich Mühe mit deinem Profil und deinen Bewerbungen! Was macht dich einzigartig? Warum bist du der perfekte Housesitter für genau diesen Housesit?

Mache mehr als von dir erwartet wird

Mein Geheimtipp für einen perfekten Housesit ist folgender: Gib dir wirklich Mühe, mehr zu machen, als von dir erwartet wird. Das zieht sich von der Bewerbung über den Call zum Kennenlernen bis hin zu dem Moment, wenn du den Housesit wieder verlässt. Wenn du verabredet hast, ein Bild pro Tag zu schicken, schicke vielleicht gerade in den ersten Tagen ein paar mehr süße Momente deiner Housesittingtiere. Lass deinen Gastgeber:innen ein paar Blumen da, wenn du gehst oder wasche schon mal die Wäsche, die du benutzt hast. Je mehr du gibst, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten, desto schöner wird oft der Housesit!

Housesits bekommen ist nicht einfach

Housesitting ist zwar eine wunderbare Sache, aber an der allerersten Housesit zu kommen ist gar nicht so einfach. Gerade wenn du an beliebte Reiseziele willst, ist es als Anfänger:in echt schwer, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Mein Tipp an dich: Mache deinen ersten Sit in deinem eigenen Land oder vielleicht sogar in der eigenen Stadt! Auch Housesits auf dem Land sind oft nicht so beliebt wie z.B. Housesits in Berlin oder Paris. Am wichtigsten ist es, dass du erst mal ein paar Bewerbungen sammelst, bevor du dich an die richtig beliebten Housesits rantraust.

Verantwortungsgefühl

Auf ein Haus aufzupassen und vor allem für die Tiere verantwortlich zu sein, ist keine kleine Sache. Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du mit diesem Druck klarkommst? Ich komme sehr gut mit der Verantwortung zurecht, dass ein Tier auf mich angewiesen ist. Ich kenne aber auch Freund:innen, die aus genau diesem Grund sagen, dass Housesitting nichts für sie ist!

Glaubst du das Housesitting etwas für dich ist? Was für Fragen stellen sich dir noch? Schreib sie mir gerne in die Kommentare und ich beantworte so viele wie ich kann!

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Luise Kenner ist Gründerin & Reisebloggerin von "Falubeli – dem Reiseblog für mutige Angsthasen", der Blog, auf dem du gerade diesen Artikel liest. Sie unterstützt dich dabei deine Traumreise zu verwirklichen, hilft dir diese zu planen, gibt einfache & praktische Tipps zum Reisen und zeigt dir ihre liebsten Reiseziele und Unterkünfte mit Wohlfühlgarantie. Wenn Luise entspannt reisen kann, kannst du es auch!

2 Comments

  • Mehr geben als erwartet wird und das bestenfalls noch von Herzen ist wohl generell ein guter Tipp in jeder Lebenslage. Danke für den Einblick. Ich hab noch nie zuvor über Housesitting nachgedacht, fand es aber spannend mehr zu erfahren. Liebe Grüße, Sandra

    • Hallo Sandra,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ja das stimmt wohl. Wenn man einfach bereit ist gaaaanz viel Liebe zu verteilen, kommt oft auch was zurück! Wie schön, dass dir der Artikel gefallen hat und wer weiß vielleicht machst du ja bald selbst deinen ersten Housesit. ;D

      Liebe Grüße
      Luise

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