Wie du deine Angst vorm Reisen akzeptierst und lernst mit Ihr umzugehen

21. März 2019 In Mut finden zum Reisen Mutmacher für Angsthasen Reise Tipps & Hacks

6 Comments


Ulrike
23. März 2019 at 12:13
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OMG! Ich bin soo froh, dass meine Eltern mit mir schon früh gereist sind. Angst vor dem Reisen als solchem, kenne ich nicht. Und wenn ich das so lese: Wenn man solche Angst vorm Reisen hat, warum bleibt man nicht Zuhause? Das ist doch auch wunderschön!
Viel Spass noch auf Deinen Reisen!
LG
Ulrike



    Luise
    23. März 2019 at 15:44
    Reply

    Hallo Ulrike,
    vielen Dank für Deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass Du überhaupt keine Angst vorm Reisen hast. Ich habe zwar schon viele Reiseängste überwunden, aber manchmal erwische ich mich dabei, wie mich die Angst vor etwas sehr Banalem, wie etwas zu vergessen, vollkommen in der Hand hat.

    Meine Eltern sind mit mir auch schon sehr früh und viel gereist, aber als ich dann die ersten Male alleine los wollte, habe ich gemerkt, dass es in meinem Inneren irgendwo eine kleine Sperre gibt. Obwohl es definitiv mein Traum war, so viel zu reisen wie es nur geht. Ich habe mit Menschen gesprochen die aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Angst vorm Reisen hatten, aber es war nie das Reisen an sich, sondern bestimmte Aspekte davon.

    Dies kleine Sperre von der ich rede, ist bei mir und auch bei vielen anderen mit denen ich nach meinem Roadtrip gesprochen habe, keine Angst die einen in wirkliche Panikattacken versetzt, sondern ein kleiner fieser „Angstsplitter“ der einen dazu bringt, die eigenen Träume doch nicht zu verwirklichen, weil es ein großer Schritt aus der eigenen Komfortzone wäre. Diese Art von Angst, kann einem das Leben verbauen und tritt meiner Meinung auch in Alltagssituationen auf.

    Es gibt z.B. viele Leute die Angst vor Vorträgen haben. Nehmen wir mal an, jemand hat ein Buch geschrieben und soll einen Vortrag darüber halten. Rational gesehen, darf er eine ganze Stunde über sein Lieblingsthema reden, und damit andere Menschen inspirieren. Daran ist ja eigentlich alles wundervoll und es kann diesen Menschen nur bereichern und glücklich machen. Wenn er aber Angst davor hat frei vor Menschen zu sprechen, sprich einen Schritt aus seiner Komfortzone zu machen, bleibt er vielleicht doch lieber krank im Bett. Obwohl er, wenn er dies Angst mehr unter Kontrolle gehabt hätte, liebend gerne eine Stunde über sein Lieblingsthema geredet hätte.

    So verhält es sich meiner Meinung nach auch bei Menschen mit der Angst vorm reisen, die aber eigentlich Reisen wollen. Rational gesehen, eine riesen Chance den eigenen Horizont zu erweitern. Aber wenn du Angst vor Kontakt mit fremden Menschen hast, bleibst du lieber zuhause als Dir Deine Ängste anzugucken.

    Die Menschen die mich gefragt haben wie ich mit meiner Angst vorm Reisen umgehe, haben ja bereits für sich beschlossen, dass sie diese Angst nicht mehr wollen. Sie wollen etwas ändern und die Option „Ich bleibe einfach Zuhause, weil ich Angst vor etwas habe“ steht gar nicht mehr zur Debatte. Der Wunsch nach Veränderung ist eindeutig da.

    Warum bleib ich also nicht Zuhause wenn ich Angst vorm Reisen habe? Weil ich tief im Inneren nicht dieser Mensch sein möchte, und der eigene Traum, nur von einem kleinen Angstsplitter bedroht wird, den ich aus der Welt schaffen kann, wenn ich mich traue genau hinzugucken und die eigene Komfortzone zu verlassen.

    Wenn wir die ganze Zeit auf unsere manchmal sehr irrationalen Ängste hören würden, wäre glaube ich jeder von uns nicht gerade da wo er ist. Im Leben geht es doch darum, über sich hinaus zu wachsen, sich weiter zu entwickeln und nicht einfach klein beizugeben, nur weil man Angst vor etwas hat.

    Ich wünsche Dir noch viele wundervolle Abenteuer!
    Liebe Grüße
    Luise

Renate
23. März 2019 at 18:02
Reply

Liebe Luise,
man wächst mit der Zeit in vieles hinein. Kleinere Ängste, wie „ich habe bestimmt etwas vergessen“ und “ ist der Herd oder die Kaffeemaschine“ auch aus, begegne ich mit Listen zum Abhaken. ich ertappe mich aber auch bei doppelt und dreifacher Kontrolle.

Wenn ich zum Flughafen fahre, kontrolle ich X-Mal, ob ich auch wirklich alle Papiere bei mir habe. Vor mir stand mal ein Paar am Counter, die hatten ihre Reisepässe zu Hause liegen lassen. Da war der Flug dann weg, bevor sie sie holen konnten.

Obwohl ich schon sehr viel gereist bin, habe ich kurz vorher oft Reisefieber. Plötzlich will man nicht mehr fahren, spinnt die blödesten Gedanken und hat ein bisschen Angst. Vieles davon ist irrational. Spätestens wenn ich im Zug oder Flieger sitze, ist der Spuk vorbei.

Man kann vor fast allem Angst habe. Ich kenne viele mit Höhenangst, Angst vor Höhlen oder engen Räumen, Menschenmassen, Hunde, Spinnen und, und, und. Das ist nicht selten. Ich hatte einen Kollegen, der war Mitte Vierzig, ist nie gereist und wohnte noch immer zu Hause. Er hatte wirklich vor jeder Veränderung Angst.

Ich denke, es ist wichtig, sich seiner Angst zu stellen und in kleinen Schritten darüber hinauszuwachsen. Sonst engt man sein Leben zu viel ein. Und vergiss nie, die meisten Menschen haben vor irgend etwas Angst. Sie geben es nur nicht zu. Mir gefällt das Motto deines Blogs „mutige Angsthasen“ sehr gut. Das trifft es auf den Punkt. Der Text und die Fotos sind ansprechend. Weiter so.

Liebe Grüße
Renate



    Luise
    23. März 2019 at 18:44
    Reply

    Liebe Renate,
    vielen Dank für deinen schönen Worte! Ich glaube auch sehr daran dass man sich seine Ängste anschauen muss. Schließlich besteht das Leben aus Veränderung und Entwicklung. Schön, dass ich nicht die einzige Verrückte bin die dreimal alles kontrolliert ;D Deinen Satz “ Spätestens wenn ich im Zug oder Flieger sitze, ist der Spuk vorbei.“ kommt mir sehr bekannt vor. Mich überfällt dann auch oft eine innere Ruhe die je nachdem, mal länger und mal kürzer anhält. Am meisten ärgert mich an meinen Reiseängsten, dass sie so banal sind. Ich habe keine Angst vor Terror aber davor, dass ich meine Unterwäsche vergesse ;D Zum Glück kann man sich dann logisch aus seiner Angst argumentieren.

    Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog gefällt!
    Liebe Grüße von einem mutigen Angsthasen
    Luise

Sylvia Nagy
24. März 2019 at 20:28
Reply

Hallo Luise, ein sehr schön geschriebener Artikel! Ich hab noch nie so über Reiseangst nachgedacht. Toll, dass du darauf aufmerksam machst. Deine Worte kann man aber auch sehr gut auf andere Ängste übertragen und helfen hoffentlich ganz vielen Menschen! Liebe Grüße von Sylvie von http://www.sisisday.de 🙂



    Luise
    25. März 2019 at 7:17
    Reply

    Liebe Sylvie,
    vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich wünsche mir sehr, dass ich anderen Mut machen kann auf ihre Ängste zu zu gehen. Ganz egal was es auch sein mag. Ich bin schon gespannt was Du über Paros zu berichten hast, ich würde sehr gerne mal wieder nach Griechenland.

    Liebe Grüße
    Luise

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